Naturtraining

Suche nach Frühlingsboten im Heimatgarten

Pünktlich zum Frühlingsanfang 2025 besuchten die Maxikinder der Kita Abenteuerland den Heimatgarten in Herbern. Auf den ersten Blick gab es noch nicht so viel zu sehen. Aber zusammen mit den Naturtrainerinnen des Heimatvereins suchten sie wie Detektive die ersten Frühlingsboten – und zwar mit allen Sinnen. Osterglocken und Krokusse waren schnell gefunden. Aber bei Veilchen, Weidenkätzchen, Haselnuss und Gundermann musste man schon genau hinschauen. Manche Frühlingsboten riechen auch ganz speziell, wie die Frühlingsdetektive feststellen konnten, als sie Blätter von Bärlauch und Gundermann zwischen den Fingern zerrieben.

Auch tierische Frühlingsboten fanden sich im Heimatgarten. Im Kompost wurden die Kompostwürmer unter die Lupe genommen. Am Bienenhotel und Sandarium konnte man die ersten Bewohner beobachten. Gisela Lamkowsky vom Garten-Team erklärte den Kindern, dass Insekten nicht nur überirdisch ihre Nester anlegen, sondern die meisten von ihnen in die Erde krabbeln. Deswegen gibt es dieses Sandarium im Heimatgarten. Dass Insekten ganz wichtig für den Garten sind, wussten viele Kinder schon: Ohne Bienen gibt es später keine Äpfel, Birnen oder Erdbeeren.

In den Sträuchern und Bäumen ringsum machten sich lautes durch Gezwitscher weitere Frühlingsboten bemerkbar – Vögel. Alte Vogelnester in den Hecken inspirierten die Kinder, selbst schon mal kleine Nester für die Vögel zu bauen. Gott sei Dank bietet der Heimatgarten genug Nistmaterial an.

Maxis eröffneten die Boule-Saison 2025

Die Februar-Aktion der Naturtrainer vom Heimatverein Herbern für die Maxikinder Abenteuerland war eine Boule-Partie auf der Boccia-Anlage des Heimatvereins an der Talstraße. Es war knackig kalt aber trocken und sonnig, als die Kinder vergangenen Dienstag die Boulekugeln rollen ließen. Die Naturtrainer Gerda Peters und Edith Budde hatten dabei professionelle Hilfe von der Boule-Gruppe des Heimatvereins. Josef Illerhues und Theo Bröcker trainierten den Spielernachwuchs vom Abenteuerland auf der Bahn. Während die Einen die Schweinchen-Kugel jagten, wurden die Wartenden mit Hüpfen, Springen und Laufen warmgehalten.

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Die Maxikinder der Kita Abenteuerland durften bei ihrem Adventsbesuch im Heimathaus das Lebkuchenhaus plündern. Zuvor hatten Gerda Peters und Edith Budde vom Heimatverein erzählt, wie früher Weihnachten gefeiert wurde, was es zu Essen gab und worüber man sich am meisten freute. Im großen Raum konnten die kleinen Besucher den traditionell mit Silberlametta, alten Silberkugeln und roten Kerzen geschmückten Christbaum bewundern. Alte Adventskalender ohne Schokolade – dafür mit Glitzer, vielen Engeln und zum Aus-einander-klappen bestaunten die Kinder ehrfürchtig. Allerdings „Möchte ich lieber einen Adventskalender mit Spielzeug drin,“ lautete der Kommentar der meisten. Spekulatius und Spritzgebäck mögen Kinder heute aber auch noch gerne. Wie mühsam die Herstellung von Spekulatius ist, wurde in der Küche mit einem alten Spekulatiusbrett vorgeführt. Da bot es sich an, dass die Kinder zum Abschluss der kleinen Weihnachtsführung das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ sangen.

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Ein Vormittag im Wald

Das Wetter hätte besser sein können. Aber wie heißt es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Gemäß diesem Motto standen 22 Maxikinder der Kita Abenteuerland mit ihren Erziehern Ende Oktober morgens um 8.00 Uhr in Gummistiefeln und Matschhosen abmarschbereit auf dem Parkplatz. Mit den Naturtrainern des Heimatvereins Herbern ging es in den Wald. „Keiner kommt sauber zurück.“, lautete das Ziel. Nach drei Stunden im Wald stand fest: „Aufgabe erfüllt.“ Waldsofa bauen, Tipi errichten, Brücken konstruieren, Zwergenhäuser erfinden, mit Becherlupen forschen, Gräben erkunden oder Material für ein Wald-Mandala suchen hinterließen an Hosen und Händen sichtbar Spuren. Wer hätte gedacht, dass ein trüber Vormittag im Wald so viel Spaß machen kann?


Picknick auf dem Waldsofa. Selbstverständlich packte jedes Kind Abfall und Reste wieder in seinen Rucksack.

Ein Zwergentipi für geheimnisvolle Waldbewohner

Keine Berührungsängste gab es zwischen Molch und Kindern

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Unsere ausgebildeten Naturtrainerinnen Edith Budde und Gerda Peters bringen auch schon den Jüngsten die heimatliche Natur näher. Das ganze Jahr über finden zahlreiche Angebote für Kita-Kinder und Kinder im Grundschulalter statt. Im Frühjahr wird beobachtet, wie aus einer nimmersatten Raupe ein bunter Schmetterling wird, im Herbst werden Kartoffeln verarbeitet oder eine Apfelpresse besucht.

Im vergangenen Winter beispielweise schenkte der Heimatverein Herbern den drei Kitas in Herbern Vogelhäuschen und brachte gleich jeweils einen großen Eimer Winterfutter mit. Damit erhielten die Kinder die Gelegenheit, Vögel zu beobachten und verschiedene Vogelarten kennenzulernen.

Für ältere Kinder und Jugendliche gibt es insbesondere im Rahmen der Ferienprogramme Angebote z. B. zum Thema Wald. Mehrfach wurde in den vergangenen Jahren für Kinder und Jugendliche auch Filzen mit Schafwolle durchgeführt.

Bernhard Naendrup und Gerda Peters vom Heimatverein stellten gemeinsam mit den Maxikindern der Kita Abenteuerland das neue Vogelhäuschen auf und füllten es auch gleich mit Vogelfutter. Foto: HV Herbern